Fördermittel für Wärmepumpen – So sparen Sie bei der Anschaffung Ihrer Hybridheizung

Der Staat fördert den Einbau von Wärmepumpen – auch als Ergänzung einer bestehenden Gas- oder Ölheizung. Hier finden Sie Fördersätze, Voraussetzungen und die Änderungen ab 2027. Grundlage: Förderrichtlinie BEG EM vom 17.08.2026 (BAnz AT 27.08.2026 B1).

Staatliche Förderung für hybride Heizsysteme mit Wärmepumpe

Der Umstieg auf klimafreundliche Heizlösungen ist ein zentraler Baustein für die Energiewende. Deshalb fördern Bund und KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gezielt Technologien wie die Wärmepumpe – auch dann, wenn sie in einem hybriden Heizsystem mit Gas- oder Ölheizung kombiniert wird. Ein vollständiger Umstieg auf eine Wärmepumpe kann sich besonders lohnen, wenn zusätzlich der Klimageschwindigkeits-Bonus* möglich ist – etwa beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung.

Klimaziele unterstützen – Förderung sichern

Wichtig zu wissen: Gefördert werden bei Hybridanlagen die Ausgaben für die Wärmepumpe einschließlich Installation, hydraulischem Abgleich und Umfeldmaßnahmen – nicht die Bestandsheizung.

Die frühere allgemeine gesetzliche 65-%-EE-Vorgabe ist entfallen. Für die BEG-Förderung bivalenter Systeme gilt jedoch weiterhin eine technische Mindestanforderung: Nach Umsetzung der Maßnahme müssen die versorgten Flächen zu mindestens 65 % durch erneuerbare Energien beheizt werden. Ob diese Vorgabe erfüllt ist, hängt von Gebäude und Auslegung ab. Hybridio legt die Wärmepumpe so aus, dass der Anteil erreicht werden kann; der Nachweis erfolgt im Projekt.

*Klimageschwindigkeitsbonus: bis 31.01.2027 16 Prozentpunkte; anschließend halbjährlich sinkend; ab 01.08.2028 entfällt der Bonus.

Arten der Förderung

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die BEG-Förderung ist das zentrale Programm für energetische Sanierungen und Heizungsumstellungen in Deutschland.

Zuschüsse:

Für Wärmepumpen beträgt der Fördersatz aktuell 30 %. Ab dem ersten Quartal 2027 beträgt der reguläre Fördersatz für Wärmepumpen 15 %; für Wärmepumpen mit Ursprung in der EU kann dann ein Wertschöpfungsbonus von 15 Prozentpunkten hinzukommen. Für die erste Wohneinheit sind derzeit höchstens 28.000 € förderfähige Ausgaben anrechenbar. Die Grenze sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich: 27.250 €, 26.500 €, 25.750 €, 25.000 €, 24.250 €, 23.500 €, 22.750 €; ab 01.08.2030 22.000 €.

Je nach Maßnahme und persönlichen Voraussetzungen sind höhere Fördersätze möglich. Die Förderung ist auf 70 % der förderfähigen Ausgaben begrenzt, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € (bis 40.000 €, wenn mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt gemeldet ist) auf 80 %. Für Hybridlösungen mit weiter betriebener fossiler Bestandsheizung gelten Einschränkungen bei einzelnen Boni.

Die Förderung erfolgt durch die KfW und kann durch regionale Förderungen ergänzt werden.

Wichtig:

Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden.

Schritt für Schritt zur Förderung

Kombination mit anderen Maßnahmen:

Die Förderung lässt sich mit weiteren energetischen Sanierungen kombinieren – wie z.B.:

  • der Dämmung der Gebäudehülle mittels Außenwanddämmung (WDVS), Dachdämmung, Dämmung der obersten Geschossdecke, Kellerdeckendämmung,
  • Fenster- und Türentausch
  • Installation erneuerbarer Energiequellen (Photovoltaik, Solarthermie)
  • Installation eines Energiemanagementsystems (z. B. für Heizungssteuerung, PV-Nutzung, Stromspeicher)
  • Bündelung der Maßnahmen in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) – erstellt von einem Energieeffizienz-Experten aus der Expertenliste des Bundes

.

Kredite und Zuschüsse der KfW

Die Hauptförderung erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Programms 458 "Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude" oder des Programms 459 "Heizungsförderung für Unternehmen – Wohngebäude". (Link zur KfW-Seite)
Diese Programme bieten Zuschüsse für den Einbau effizienter Heizungsanlagen, einschließlich Wärmepumpen, in bestehenden Wohngebäuden.

Wie hoch ist die Förderung?

Für Wärmepumpen beträgt der Fördersatz aktuell 30 %. Ab dem ersten Quartal 2027 beträgt der reguläre Fördersatz für Wärmepumpen 15 %; für Wärmepumpen mit Ursprung in der EU kann dann ein Wertschöpfungsbonus von 15 Prozentpunkten hinzukommen. Für die erste Wohneinheit sind derzeit höchstens 28.000 € förderfähige Ausgaben anrechenbar. Die Grenze sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich: 27.250 €, 26.500 €, 25.750 €, 25.000 €, 24.250 €, 23.500 €, 22.750 €; ab 01.08.2030 22.000 €.

Je nach Maßnahme und persönlichen Voraussetzungen sind höhere Fördersätze möglich. Für Hybridlösungen mit weiter betriebener fossiler Bestandsheizung gelten Einschränkungen bei einzelnen Boni.

Welche weiteren Boni sind verfügbar?

  • Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer: 40 Prozentpunkte bis 30.000 €, 30 Prozentpunkte über 30.000 bis 40.000 €, 10 Prozentpunkte über 40.000 bis 50.000 € zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Für Haushalte mit minderjährigem Kind reduziert sich das anzusetzende Einkommen unter den Richtlinienbedingungen pauschal um 10.000 €.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: bis 31.01.2027 16 Prozentpunkte; anschließend halbjährlich sinkend; ab 01.08.2028 entfällt der Bonus. (Hinweis: Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt voraus, dass die betroffenen Flächen nach dem Austausch nicht mehr von einer fossilen bzw. gasbetriebenen Heizung versorgt werden. Für die typische Hybridio-Nachrüstung mit weiter betriebener Gas-/Ölheizung ist dieser Bonus daher in der Regel nicht anwendbar.)

Programme zur Förderung

Die KfW-Bank bietet neben Zuschüssen auch günstige Kredite sowie spezielle Programme zur Förderung von Wärmepumpen und hybriden Heizsystemen an:

  • KfW 458: Privatpersonen/Wohngebäude
  • KfW 459: Unternehmen/Wohngebäude
  • KfW 522: Unternehmen/Nichtwohngebäude
  • 358/359: ggf. als Ergänzungskredite.

Regionale und kommunale Förderprogramme

Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Programme an, um die Umstellung auf nachhaltiges Heizen mit Wärmepumpen zu unterstützen.

  • Für Eigentümer in Hamburg kann zusätzlich zur BEG-Grundförderung ein IFB-Zuschuss von 20 % in Frage kommen. Ausgeschlossen sind Antragstellende mit Anspruch auf den Klimageschwindigkeits- oder Einkommens-Bonus. Der IFB-Zuschuss beträgt höchstens 9.000 € je Wohneinheit; der Antrag muss vor Vertragsschluss bewilligt sein. Insgesamt darf die öffentliche Förderung 60 % der förderfähigen Ausgaben nicht übersteigen. Stand: Oktober 2026

Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune oder Landesbank über lokale Fördermöglichkeiten.

Voraussetzungen für die Förderung

Damit Sie die Fördermittel beantragen können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Förderfähige Wärmepumpen sind so auszulegen, dass mindestens eine Jahresarbeitszahl von 3,0 erreicht wird; zusätzlich gelten produktspezifische Effizienz-, Schall- und Systemanforderungen.
  • Die Anlage muss von einem Fachbetrieb installiert werden.
  • Für die Heizungsförderung genügt in der Regel die Bestätigung des Fachbetriebs. Das Modell muss in der BAFA-Wärmeerzeugerliste stehen. Ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B ist Pflicht.
  • Bei Antragstellung muss grundsätzlich bereits ein Liefer-/Leistungsvertrag mit Förderbedingung und geplantem Umsetzungsdatum vorliegen.
  • Der Antrag ist vor Vorhabenbeginn zu stellen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fördermittelbeantragung

1. Prüfen Sie Ihre Förderfähigkeit:

Ermitteln Sie, welche Programme für Ihre Situation in Frage kommen.

2. Angebotserstellung:

Ihr Fachbetrieb erstellt ein förderfähiges Angebot mit KfW Klausel und voraussichtlichem Projektstart.

3. Antrag stellen

Die Zuschussförderung für Wärmepumpen wird über die KfW abgewickelt.

4. Genehmigung abwarten

Beginnen Sie die Maßnahme erst nach Erhalt der Zusage.

5. Wärmepumpe installieren lassen

Fachgerechte Umsetzung durch einen Fachbetrieb.

6. Nachweise einreichen

Dokumentation der Installation zur Auszahlung der Förderung.

FAQ – Häufige Fragen zur Förderung von Hybriden Heizungen

Wie viel Förderung bekomme ich für eine Wärmepumpe?

Für förderfähige Wärmepumpen beträgt die BEG-Grundförderung derzeit 30 % der förderfähigen Kosten. Selbstnutzende Eigentümer können – abhängig vom Einkommen – einen Bonus von 10, 30 oder 40 Prozentpunkten erhalten. Ab dem ersten Quartal 2027 sinkt die Grundförderung auf 15 % (+15 Prozentpunkte bei EU-Ursprung).

Für die erste Wohneinheit werden derzeit maximal 28.000 € förderfähige Ausgaben berücksichtigt. Bei Hybridlösungen, bei denen die fossile Bestandsheizung die versorgten Flächen weiterhin mit Wärme beliefern kann, ist der Klimageschwindigkeitsbonus nicht anwendbar.

Kann ich die Förderung mit anderen Maßnahmen kombinieren?

Ja, die Förderung ist oft mit weiteren Sanierungsmaßnahmen kombinierbar.

Regionale Programme wie die IFB-Förderung in Hamburg sind kombinierbar, soweit deren Bedingungen es zulassen. Die gesamte öffentliche Förderung ist auf 60 % der förderfähigen Ausgaben begrenzt. Eine steuerliche Förderung nach § 35c EStG ist für dieselbe Maßnahme ausgeschlossen.

Muss ich einen Energieberater hinzuziehen?

Für die Heizungsförderung nicht zwingend: Die Bestätigung des Fachbetriebs genügt. Für Maßnahmen an der Gebäudehülle oder den iSFP-Bonus ist ein Energieeffizienz-Experte nötig.

Die Wärmepumpe im Hybridio-System kann gefördert werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Nutzen Sie die staatlichen Unterstützungen und senken Sie Ihre Heizkosten langfristig.

Was hat sich 2026 bei Gesetz und Förderung geändert?

Seit 29.07.2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), seit 21.07.2026 die neu gefasste BEG-Förderung. Die frühere allgemeine 65-%-EE-Pflicht ist entfallen; für die BEG-Förderung bivalenter Systeme bleibt ein 65-%-EE-Anteil jedoch technische Voraussetzung. Die BEG-Grundförderung für Wärmepumpen beträgt derzeit 30 %.

Ab dem ersten Quartal 2027 sinkt die Grundförderung auf 15 %; die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich.

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